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12 Jahre Evosonic – in unserem Herzen ;-) 1. Mai 2009

Posted by boono in Musique.
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Heute vor zwölf Jahren war ein Radiosender geboren, den ich so vorher noch nie zu hören bekam – und danach leider auch nicht.

Evosonic Radio hiess das Wunderkind, elektronische Musik war der Inhalt, 24 Stunden am Tag, präsentiert von DJs und nicht in Endlosrotation. Und immer gnadenlos Untergrund ;-)

Im Mai 1997 ward ich der Kommerzialisierung der elektronischen Musik bereits überdrüssig geworden: in Viva und MTV war fast ausnahmslos nur noch Schrott zu sehen- und hören. Gecastete Bands (damals glücklicherweise noch nicht öffentlich bei RTL!) domninierten die elektronische Musik. Flacher „Eurodance“ allerorts. Da kam es wie gerufen, als am 1. Mai, zur Zeit der Apfelblüte, pünktlich um Mitternacht ein Sender über Astra analog on Air ging, der zurück zu den Wurzeln der elektronischen Musik ging- in den Untergrund.

Alles schien von Beginn an etwas chaotisch, die DJs tauchten nicht immer auf, Wortbeiträge waren minimal und nicht sehr sinnig, Werbung gab es kaum, aber es entwickelte sich eine kleine, traue Fangemeinde.

Leider war dies auch die Crux- der Sender wurde einigen Journalisten zufolge betrieben wie ein „Kleingartenverein“- Werbepartner liessen auf sich warten, und die Transpondermieten für einen Stereo-Audio-Kanal waren wohl exorbitant zu dieser Zeit, da Digitalradio gerade erst in den Startlöchern steckte.

Spätestens, als Evosonic wegen anhaltender Zahlungsprobleme off air ging, waren sie kult, und ich wartete jeden Tag auf die Rückkehr. Die Kommunikation wurde damals noch größtenteils per Telefon und für die fortschrittliche Zielgruppe per Fax betrieben-> das Internet breitete sich gerade erst in den deutschen Haushalten aus. So blieb mir nichts als warten.

Irgendwann war Evosonic dann zurück. Aus einem Bunker in München, und nicht mehr aus der Metropole Köln. Leider war auch dies nicht von Dauer. Es wurde zwar ein Verein gegründet, um eine alternative Finanzierung zu ermöglichen, und ich habe gerne 60 Mark meines Taschengeldes abgezweigt, um Evosonic zu unterstützen, doch anscheinend war die Schuldenlast so groß, dass dies nicht ausreichte.

Im September 1999, wenn ich mich recht entsinne, ging Evosonic off Air, ich war gerade beim Oktoberfest, und nach der Rückkehr war der Schock groß. Allen Durchhalteparolen zum Trotz wurde Evosonic Radio damals endgültig begraben. Und viele Anhänger warten bis heute auf eine Radiostation, die Evosonic auch nur annähernd ersetzen kann…

Geprägt haben mich vor allem Mr. Desert, Oliver, Wolfgang, Photik Sonar, Lynn Petrin, Bassface Sascha, Ben Adler und MB, X-Plorer und MC Santana, Mate Galic, Rob Acid, Roch Dadier und Chris Liebing, und natürlich der große Mike S. und sein Kollege Thorsten Mesrine. Ich denke, in den gut zwei Jahren mit Evosonic habe ich einen Großteil meiner „Musiksozialisation“ erfahren, die Mischung aus bekanntem und neuem, weirdem, hat meinen Musikgeschmack nachhaltig geprägt.

Evosonic lebt weiter: letzten Sommer habe ich alle meine Tapes digitalisiert, und ein Projekt verteilt einige der Shows im edonkey-Netzwerk. Erst die letzten Tage auf Reise habe ich extensiv meine alten Tapes im mp3-Format durchgehört und geriet ins Schwärmen. Zurück zu Hause, mal eben nachsehen, ob evosonic nicht zurück ist: nichts. Der Audiotransponder schweigt. Bis heute.

12 Jahre Evosonic- the future will be better than the past! :)

***edit 4. Mai 2009***
Heute habe ich einige Mails von anderen treuen Fans erhalten. Klasse, die Zielgruppe lebt und ich bin nicht allein!! :-)

Allein: was macht ihr DJs heute? Einige sind etabliert und selber „Mainstream“ geworden – was ja nicht immer schlecht ist – andere sind abgetaucht. Also, Mr. Desert, Mr. Photik Sonar, Mr. S., Mr. Mesrine, Mr. Galic, wenn ihr dies lest: wo steckt ihr heute?

No music :/ 27. Februar 2008

Posted by boono in Musique, Vietnam.
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Was höre ich denn so die letzten Wochen?

Nicht viel, da ich von Pleiten, Pech und Pannen geplagt bin: mein Nokia-Akku macht nach ein paar Stunden schlapp (Altersarmut?), mein iPod hat einen Datenbankdefekt (alle neuen Tracks, die ich ordnungsgemäß per WinAmp draufgeschickt habe, verschwinden im Nirvana), und mein iRiver ist auch altersarm (dabei ist der Akku doch noch gar nicht so alt!)
So: whenever I wanna listen to some music, it’s most probably not working, because the device’s battery is empty. Oder ich höre immer das selbe, alte Zeugs.

Vor dem iPod-Datenbank-Defekt haben es die neue Pladde von John B („Mr. Freud“ und „Red Skies“) auf selbigen geschafft: Red Skies, das ist *genau* der Basslauf, auf den ich stehe. Prollmäßig simpel, aber gut produziert.

Und dann war da noch die D&B-Krise. Hab ich davon schonmal erzählt? Nö? Ich glaube, jetzt ist es soweit ;)
Abgesehen von frankfurt am Main, wo diesen Februar so viele D&B-Parties starteten wie schon seit Jahren nicht mehr (Krunchtime@Silbergold- Joses Farewell-Set, Space Breaks-Revival und die neue Reihe von RuFFM-Rob.B im Nachtleben!) gibt es immer weniger Releases. Und die Qualität nimmt auch ab. Aber irgendwie gab es alle tollen Alben ja auch schon in 2007, so dass ich hier auf meiner Insel in Vietnam nichts verpasse.
Mr. „Knuckles“-Krunchtime hört auf Radio X auf! Schade, denn das war einer der letzten, die in Ffm noch die „Worschd“ hochgehalten haben. Ich werde ihn vermissen, und umso mehr rödelt seine letzte Show vom 29.12. bei mir auf dem iPod.
Ansonsten wie gesagt: technische Probleme und langsame Internetzugänge sorgen für wenig Freude.

Mal schauen, wanns wieder besser wird- spätestens dann, wenn ich für einen Ersatzakku (Nokia-Fake) nicht umgerechnet 40 Euronen bezahlen soll ;)

C Ya!

A.

N95-roundup: was mir gefällt, was mich nervt 30. November 2007

Posted by boono in E61, Kommunikation, Musique, n95.
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Jetzt habe ich das N95 zehn Tage und habe ganz kleinkariert alle Up’s und und Down’s notiert und für mich ein Fazit gezogen.

Nun fühle mich berufen, ein Review zu schreiben. Die meisten Sachen wurden sicher schon mal irgendwo gesagt, andere wurden nirgendwo gesagt, und ich versuche einfach mal, meinen Eindruck zu schildern, um diesen teuren (Fehl?)-Kauf zu verarbeiten.

Erstmal: das Nokia N95 ist ein kompaktes Gerät, in welchem so viel Technik steckt, wie ich mir noch vor einem guten Jahr niemals hätte träumen lassen. Doch diese Verdichtung ist, so scheints, auch Ursache für einige Ärgernisse.

1. Auspacken.
Wow, da ist es nun, der UnBoxing-Vorgang macht schonmal Spass, trotz des Vodkafone-Brandings gefällt die Verpackung. Das Teil sieht majestätisch aus, in so einer großen Box. Dieser erste Eindruck schwindet schnell, wenn man das Dingen dann mal in der Hand hält. Sehr kompakt und sehr leicht, dat Teil.

2. Die Tasten.
Sobald der Slider nach oben aufgeschoben wird, Ernüchterung: was, soo klein sind die Tasten? Naja, erstmal Akku rein, laden und derweil ein wenig ‘rumspielen. Die Tasten erweisen sich tatsächlich nicht nur als zu klein, sondern auch als sehr wackelig und schlecht angeordnet: wäre die Größe allein nur ein geringes Problem, die dichte Anordnung im inneren des Sliders mit den beiden Schienen am Rand macht es für Menschen mit langen Fingern sehr unkomfortabel, längere Texte einzugeben. Hinzu kam bei mir der Schock-Effekt, von einer vollen qwertz-Tastatur des E61 wieder auf dieses Mager-Keyboard herabgestuft zu sein. Wobei ich dies ja bereits vorher wusste.
Aber weiter im Takt: der Slider knackt! Jawoll, ich weiss nicht, ob dies ein Bug oder Feature ist, ich tippe auf ersteres: der Slider hat auf der rechten Seite einiges ‘Spiel’ und wackelt und knackt bei der Navigation so vor sich hin. Für einige bereits ein Grund, ihr N95 einzuschicken (siehe Threads auf telefon-treff.de), ich kann hierüber nochmal gütig hinwegsehen.
Gut gelungen ist allerdings der große YingYang-Key aka („Windows“-)’Taskmanager’. Den benutze ich wohl am häufigsten (und energischsten, wenn eine Anwendung mal wieder „klemmt“).
Der gegenüber platzierte rautenförmige „Karussell“-Key hingegen stellt mich vor ein Rätsel: warum sollte jemand die Funktion eines rotierenden „Anwendungs-Karusells“ benötigen, wenn er doch alle Funktionen auch über ein aufgeräumtes Menü erreichen kann? Platzverschwendung imho. Dazu kommt, dass diese Funktion wegen mangelndem Speicher häufig gar nicht funktioniert, aber hierzu später mehr.
Eine Enttäuschung erlebt auch, wer in die andere Richtung „slidet“: dann erscheinen vier kleine, blau beleuchtete Tasten zur Steuerung des Musikabspielers. Erstmal sind auch diese so klein, dass es mir schwer fällt, sie zu treffen, und zweitens stört auch hier der Slider, wenn auch nicht mit Schienen, dann aber damit, dass er die Tasten nur relativ knapp frei gibt. ‘Mehr’ wäre auch hier ‘mehr’. ;) Auch sind diese Tasten vollkommen sinnfrei, wenn man bedenkt, dass man den Musikspieler komfortabler über die Navi-Keys steuern kann (aber dabei bloß nicht auf den YingYang-Key resp. Karussel-Key kommen! ;)

3. Die Verarbeitung.
Dazu gibt es nach vorherigem Absatz nicht mehr viel zu sagen. Klappering und billig wirkt die Verarbeitung nicht nur, sie ist es auch. Eine Fantastic Plastic Machine. Pluspunkte gibt es lediglich für die gummierte Rückenwand, die sicher stressresistent ist. Wobei hier das Objektiv der Kamera ein wenig herausragt und dieses ist eben nicht gummiert. Sehe gerade, dass da schon ein, zwei Mikro-Kratzer zu erkennen sind, aber die waren imho schon bei der Auslieferung im Lieferumfang. Also: nachbessern mit Gummi, bitte!
Gut ist hingegen, dass das Display etwas eingelassen ist, da kann nichts passieren. Allerdings macht mir der herumklappernde Slider schon jetzt Sorgen; ich möchte nicht wissen, wie viel Spiel er nach einigen Monaten Betrieb hat und wann er ganz abfällt. ;)

4. Die Musik-Anwendung.
Funktioniert eigentlich ganz intuitiv und gut, kann aber kein OGG.Vorbis abspielen. Aber dafür gibt es ja Alternativen wie LCG Jukebox, Core Player und ogg.play (wobei der bei mir nicht laufen wollte). Mir fehlt allerdings eine Ordner-Browsing-Funktion, denn meistens lege ich meine Musik bereits sinnvoll geordnet auf der Speicherkarte ab und möchte nicht auf irgendwelche ID3-Tags zur Sortierung zurückgreifen.
Der Audioausgang ist dankenswerterweise ein 3,5mm-Stecker, so dass man alle Kopfhörer (und sogar ein AV-Kabel zur Wiedergabe von Fotos am TV) anschließen kann. Umso überraschter war ich, als mein KOSS ‘ThePlug’ bereits nach dem ‘reinpluggen ein deutliches Rauschen zeigte, was im Alltagsbetrieb mit den Reglern auf Anschlag in der Bahn wenig stört, in ambientösen Stunden zur Bettzeit jedoch sehr. Das mitgelieferte Stereo-Headset rauscht deutlich weniger, aber auch hier ist bei niedriger Lautstärke eine Beeinträchtigung hörbar. Da lobe ich mir mein E61. Ist zwar etwas schwachbrüstig, was den Klang angeht, aber rauscht wenigstens auch nicht – vor allem Lobenswert wenn man bedenkt, dass Soundausgabe keine Hauptfunktion dieses Gerätes ist ;)
Aber zurück zum N95:

5. Die Erweiterbarkeit.
Das Gerät ist hier natürlich top. Für Symbian gibt es haufenweise gute (und meist auch freie) Programme, welche die Funktionen sinnvoll erweitern: mein liebster Opera Mini-Browser, der deutlich besser als der eingebaute funzt, fring, ein super Instant-Messenger, den man nebenbei auch noch für VoIP nutzen kann, und der Nokia Podcasting-Client seien hier mal als Beispiele genannt. Die Installation funzt beim N95 auch deutlich flotter als z.B. bei meinem etwas trägen E61. Die gesamte S60 9.2-Oberfläche läuft übrigens deutlich flotter als die 9.1er meines E61. Die Programme finden alle auf der MicroSDHC-Karte oder im Telefonspeicher Platz, wobei man erstere in Auführungen bis zu 8GB erwerben kann, die angeblich auch im N95 funzen. Ich habe eine 6GB-Karte und bin von diesem momentan gigantischen Speicher begeistert :) Also: Speicher und Erweiterbarkeit: top!

6. Die Stabilität der Programme.
Hier sieht es allerdings düster aus. Bei mir gehört es zum Standard, dass ich bei einer langweiligen Bahnfahrt (oder dem warten am Bahnhof) drei Programme nutze: den internen Musikabspieler bzw. den Podcast-Client, Opera Mini und ein Chatprogramm (oder auch mal die mobile Fahrplanauskunft). Mein E61 macht hier keine Probleme. Wohl aber das N95: zwei geöffnete Programme sind ihm definitiv genug. Opera Mini und fring reichen schon. Öffnet man nun nur noch ein weiteres Programm, um zum Beispiel mal zu schauen, wann der Zug kimmt -BANG- werden die beiden vorherigen ohne Vorwarnung geschlossen. Ich weiss, Opera mini und fring sind beide sehr Speicherintensiv, aber mal im Ernst: kann man auf so einem Top-Gerät wie das N95 nicht mal drei Anwendungen parallel laufen lassen? Immerhin kann man mit zwei laufenden Anwendungen noch telefonieren bzw. Nummern nachschlagen. Ein Desaster auch, wenn man wie ich aus Versehen mal auf die ‘K’-Taste kommt, wenn zwei Anwendungen laufen: entweder ich erhalte eine Fehlermeldung „Speicher voll. Anwend. schließen und erneut versuchen.“ oder es kommt zum Crash. Selbiges, wenn man die Abdeckung der eingebauten Cam öffnet oder auf die Gallerie-Taste kommt: die funktionieren allesamt nicht, wenn zu viel anderer Kram läuft. Das ist einfach nur arm, zumal mein über ein Jahr altes E61 den Speicher deutlich besser ‘beherrscht’ oder schlicht mehr Speicher hat (?).
Anscheinend ist tatsächlich der Speicher des N95 deutlich geringer oder wird zumindest von anderem Kram geblockt, so dass Multitasking mit dem N95 kaum möglich ist.
Unschön sind auch die Komplettfreezes, die mein N95 bereits mehrfach erlitten hat. So hatte ich neulich in der Bahn Opera Mini und die LCG Jukebox geöffnet und eigentlich am Gerät seit geraumer Zeit nicht mehr herumgefingert, da das N95 tief in der Innentasche verstaut war, stürmte aus der Bahn, um zu einem anderen Gleis zu rennen, und im Hintergrund, aus den Tiefen des N95, vernahm ich plötzlich nur noch einen Drumloop. Drei Minuten später war die Sache aufgeklärt. Wie zu schönsten Windows98-Zeiten hing das Teil komplett (allerdings mit einem „Green-“ statt einem Bluescreen), loopte brav die letzte Sekunde der Wiedergabe und liess sich erst durch Entnahme des Akkus wieder reanimieren.

7. Die Kamera- und Videofunktion.
Ist eigentlich ganz nett. Allerdings kann ich mich nicht dem Urteil einiger Tester anschließen, dass man seine Digicam jetzt getrost zu Hause lassen könne: die Farben der Bilder sind keinesfalls originalgetreu sondern kalt und leicht grünstichig (?), wobei sie vor einem FW-Update angeblich rotstichig gewesen seien. Der eingebaute Blitz ist ein Witz, der nur halbwegs funktioniert, wenn das Objekt lediglich wenige Zentimeter entfernt ist und sich nicht bewegt. Hinzu kommt eine hohe Latenz, die dafür sorgt, dass man sekundenlang einen anderen Moment auf dem Display hat als der, der dann letztendlich gespeichert wird. War bei meiner ersten Digicam von Kodak auch so: die hat aber auch erst abgelichtet, als der Blitz schon lange verBlitzT war -ok, zumindest die Sache mit dem Blitz funzt bei Nokia besser ;)
Also bei sonnigem Wetter und sich nicht bewegenden Objekten macht das Teil sicher gute Bilder, ansonsten kann man es vergessen. Erschreckend ist wie wenig (bis auf die Megapixel-Manie) sich hier seit meinem ersten SmartPhone, dem guten alten Siemens SX1, getan hat. Das hatte eine 0,5MP-Kamera und die Ergebnisse sehen nur leicht schlechter als die des N95 aus. Und meine vier Jahre alte Canon Ixus ist immer noch Welten besser als die eingebaute Kamera im N95. Die eingebaute Automatik des N95 holt aber anscheinend noch einiges aus den Bildern ‘raus: sie werden häufig leicht überbelichtet und mit Kontrast angereichert. So sehen sie zumindest nicht ganz so schlimm aus.

8. Das Display.
Insgesamt habe ich den Eindruck, dass das N95-Display völlig ‘überdreht’ ist, was Kontrast und Helligkeit angeht. Im direkten Vergleich mit meinem E61 wirkt letzteres vom Licht und den Farben her deutlich „natürlicher“, vor allem bei Videos. Mich nervt übrigens die Rotieren-Funktion gewaltig. Websites browsen im 240*320-Portrait-Format macht keinen Spaß, auch nicht mit Opera Mini. Also kann man das Teil drehen, und es switcht auch brav auf das Landscape-Format. Hier sind aber die Navi-Tasten zumindest für mich nicht mehr so gut zugänglich (bzw. mein rechter Daumen ist einfach zu dick, um eine ordentliche Navigation zu gewährleisten), so dass ich dann notgedrungen wieder zum Portrait-Format zurückkehre. Also: das umswitchen ins Querformat ist hier einfach nur nervig! Da lob’ ich mir mal wieder mein E61, was zwar platt und breit wie eine Flunder ist, aber immerhin ein Display im ergonomischen Landscape-Format gleich mitbringt.

9. Das interne GPS-System.
Funktioniert soweit, wenn man mal von der minutenlangen Sat-Findungsphase absieht. Da ist meine GPS-Maus zigfach schneller. Aber sicher eine gute Funktion, wenn man mal auf dem flachen Land verloren geht und einige Zeit mitbringt, um wieder auf den rechten Weg zu finden. Nokia bietet an, Karten für alle Teile der Welt vorab auf die Speicherkarte zu laden, damit nicht immer eine Online-Verbindung für frische Kartendaten vonnöten ist. Tatsächlich „navigieren“ kann man mit der internen Anwendung indes nicht: hierzu wird eine kostspielige Lizenz fällig.

10. Kleinigkeiten: VoIP-Client, E-Mail-Client, Webbrowser und so.
Das N95 bringt wie das E61 einen VoIP-Client mit. Damals war das noch ein Novum und sehr buggy, mittlerweile funktioniert er ganz gut. Allerdings muss ich schmunzeln, wenn ich den selben Bug, den das E61 hat, auch hier noch finde: man muss sich einerseits ein SIP-Profil, andererseits ein Internettelefon-Profil anlegen und miteinander verknüpfen. Verknüpft man nun das SIP- mit dem Internettelefon-Profil und ändert nachträglich im SIP-Profil Einstellungen, werden diese nicht berücksichtigt, man muss das Internettelefon-Profil löschen und die Verknüpfung neu erstellen. Das hat mich vor etwa einem Jahr mit dem E61 den letzten Nerv gekostet, weil ich -im Ausland weilend- nur zu gern die VoIP-Funktion über W-LAN genutzt hätte. Erstaunlich, dass dieser Bug immer noch ‘lebt’, denn ich entsinne mich, ihn sogar mal Nokia persönlich mitgeteilt zu haben. Kennt man aber diese Tücke und hat alles richtig konfiguriert, kann man qualitativ gute Anrufe über VoIP auch mit dem N95 durchführen.

Der interne E-Mail-Client des N95 ist keine Wucht. Etwas träge und überfordert, wenn man eine IMAP-Mailbox mit ein paar Tausend Mails öffnet. War er aber auch schon zu E61-Zeiten so. Aber es bieten ja mittlerweile diverse Dienste wie GoogleMail und Yahoo auch sehr flotte und brauchbare eigene Lösungen an. Den Google-Client kann man sogar zur Suche durch das Mail-Archiv nutzen, und Yahoo bietet Push-Mail an. Mich nervt am N95, dass die Mail’ze nur mit Betreff und Absender in der Liste angezeigt werden. Das E61 kann, ob seines breiten Displays, auch noch die Absendezeit in der selben Zeile mit anzeigen. Sehr, sehr nützlich. Auch fehlt mir beim N95 eine Funktion, die letzten empfangenen Mails auf dem „Active Standby“-Screen anzuzeigen. Das kann das E61 und ist eine super Funktion, um den Standby-Screen sinnvoll zu nutzen. Aber vielleicht habe ich nur nicht lange genug nach dieser Funktion gesucht…

11. Schnittstellen, Netzzugang und Akku.
An Schnittstellen bringt das N95 IrDA, Bluetooth und einen Mini-USB-Anschluss mit. Vor allem diesen finde ich super, denn so wird die interne Speicherkarte in der Regel sofort und ohne große Installationsorgien als Massenspeicher erkannt. Ich hoffe, damit sind die Zeiten eines wackeligen POP-Ports endgültig vorbei.
Der Netzzugang selbst funktioniert sowohl über GSM als auch 3G, Datenverbindungen über GPRS, 3G und W-LAN. Und alle Optionen funzen problemlos. Die Videos bei der mobilen Spiegel-Online-Seite kann übrigens auch das N95 nicht abspielen (?). Ist aber kein Beinbruch.
Zuletzt noch einmal ein großes MINUS: der AKKU! Sein einziger Vorteil besteht darin, dass er klein und leicht ist. Nachteil: er ist meist nach wenigen Stunden Betrieb leer. Paradebeispiel: frisch aufgeladen habe ich das Teil mit frischen Kartendaten füttern wollen. Nokias MapLoader macht hierbei keine gute Figur, bzw. die Serverperformance ist eher mager: so brauchte ich für den Transfer von gut 100MB Kartendaten über eine freie DSL-Leitung geschlagene sechs Stunden. Just kurz vor dem Ziel war dann der Akku leer. Bei „normalem“ Betrieb (wenige Minuten Gespräche im GSM-Netz plus wenige Minuten Surfen über GPRS oder WLAN plus ein- zwei Stunden Musik hören) hält der Akku im Standby dann so plus/minus 24 Stunden, muss also „nur“ jede Nacht geladen werden. Das ist jedoch ein großer Rückschritt gegenüber dem auch schon sehr gefräßigen E61 und kann wohl vor allem auf das „total überdrehte“ Display zurückgeführt werden, s.o. Allerdings kann ich hierzu nichts abschließendes sagen, denn ich habe sowohl den Einfluss des Dual-Mode, sprich GSM und 3G, als auch der ständigen WLAN-Scans nicht weiter untersucht. Wenn man sich hier bescheidet, kann man sicher mehr aus dem Akku rausholen.

12. Fazit.
Das N95 ist wie eingangs erwähnt ein super Teil mit sehr viel Technik, eigentlich fast allem, was momentan im Consumer-Markt möglich scheint, in einem kompakten Gerät. Dass so etwas möglich wird, habe ich mir vor über einem Jahr nicht träumen lassen. Dennoch muss man bei allen Komponenten mit Einschränkungen leben. Sei es die Bedienbarkeit – ich will mein QWERTZ-Keyboard zurück! – und falls dies nicht möglich ist, dann will ich große Tasten, die nicht herumwackeln, sei es die Akkudauer, sei es der rauschige Musikplayer, der lahme GPS-Reciver und die schwache Kamera, überall muss man Abstriche machen. Der größte ist für mich aber, dass das ganze Multitasking-Konzept so mangels Speicher einfach nicht funktioniert. Was nützen mir theoretisch die ganzen Möglichkeiten, wenn ich praktisch nicht mal drei Anwendungen ohne Absturz parallel nutzen kann?
Hier hat Nokia noch einiges nachzuarbeiten. Aber das Grundkonzept ist schon mal super, jetzt geht es ans Feintuning. Und das sollte mittlerweile auch schon sehr weit sein, denn das Gerät gibt es ja schon seit über einem halben Jahr auf dem Markt. Als FW verwende ich übrigens wie in einem anderen Posting erwähnt die aktuelle 12er-Version.

Der Text hat es gezeigt: das E61 bleibt meine einzige Liebe! Zu diesem werde ich auch zurückkehren, denn leider ist auf Dauer nur Platz für ein Smartphone in meiner Tasche ;) So habe ich konsequenterweise das N95 gleich wieder vercheckt.

Sounds from the ground: sept/oct/nov 2007 23. November 2007

Posted by boono in Musique.
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Mann mann, D&B is tot oder wie?

Glaube ich kaum. Im September und Oktober gabs erstmal ‘nen Haufen neue Alben, und Anfang Dezember gehts u.a. mit dem neuen Dom&Roland-Album weider:

High Contrast – Tough Guys Don’t Dance 7/10
Commix – Call To Mind 8/10
Photek – Form + Function Vol. 2 10/10
Logistics Medical History 8/10
Calibre – Shelf Life 8/10

Dazu wieder klasse Mixe wie der von High Contrast und Goldie im Rahmen der Essential Mix- Serie, und neue von John B.

Aber schön der Reihe nach:
High Contrast enttäsucht mich ein wenig: er liefert genau DAS ab, was ich erwartet habe. Aber das ist leider auch nix neues. Wegweisend? Nö. Aber immer noch Watte für meine Ohren.
Commix enttäuschen nicht: hier hatte ich geringere Erwartungen. Was liefern aber Commix hier? Ein sehr abwechslungsreiches Album mit einigen nachdenklichen Passagen, dazu die zwei Standards, die bereits vorher als Maxi erschienen sind. Subber!
Jetzt das Highlight: PHOTEK! Jaaa, es ist draußen! Form + Function Nummer Zwei!! Mensch, was habe ich da lange drauf gewartet! Die meisten Tracks kannte ich schon als eifriger PartyGänger und RadioHörer (sie rotierten ja bereits die letzten JAHRE), aber Photek schafft es immer noch, zu überraschen. „Industry of Noise“ und „Deadly Technology“, genial! Das Album ist allerdings weniger ein geschlossenes ganzes als vielmehr eine Sammlung von eigenen Tracks und Remixen, die so in den letzten Jahren produziert wurden. Einen No No!- Track gibt es auch: den Die und „Clipse“ (??)-Remix von Thunder. Sowas von überflüssig! Aber für den Rest 10/10 ;)
Dann noch Logistics. Das Album ist weniger seine Geschichte auf dem Hospital-Label als Standardwerk für alle Freunde des liquiden Gewobbels. Standard, auf hohem Niveau.

Bleibt noch Calibre. Der ist gerade nicht der einzige, der seine Archive öffnet (s.u.). Und die beeindrucken zwar, aber irgendwie war das auch meine Erwartungshaltung. Lustig: fast alle Tracks sind derart zeitlos, ich hätte sie glatt für brandaktuelle Releases gehalten. Aber darum gehts ja eigentlich auch gar nicht, vor allem nicht beim Shelf Life ;) Geil: Jibaro. Genau mein Ding ;)

Und dann gabs noch was ganz besonderes in den letzten drei Monaten:
THE FUTURE SOUND OF LONDON, my ALL TIME No.1 Psychedelic-Rock-Pop-Electro-Breaks-Eclectic-Lowdown-Combo von der Insel öffnete ihre Archive und präsentiert gleich DREI Alben „from the archives“. Ich bin verzückt!! Habe es bislang nur bis auf Album Nummer zwei geschafft, denn für diese Meisterwerke möchte ich mir ganz besonders viel Zeit nemen. Definitiv kein Easy-Listening. Bereits das erste Album hält, was der Name verspricht. Man bekommt Meisterwerke aus einer Zeit geboten, die schon lange vorbei scheint. Heute musizieren FSOL in klassischer „Band“-Formation, damals waren es nur die zwei samt ihrer vollgepackten Studios. Was mich bei diesen Alben am meisten betrübt ist dieses Gefühl, gerade etwas ganz großem beizuwohnen, gleichzeitig wissend, dass diese großen, prosperierenden Zeiten lange vorbei sind. 11/10 inklusive Nostalgiebonus!

A.

Die Misere in Deutschland… am Beispiel der ‘PartySzene’ 3. November 2007

Posted by boono in Musique.
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…fügt sich mal wieder zu einem Gesamtbild.

Hintergrund: in Frankfurt gab es eine Partyreihe, welche jahrelang in einem überdurchschnittlich bekannten Klub mittwochs stattgefunden hat. Vor zwei Wochen wurde diese beendet (wir berichteten) und nun ist ein mir nicht unbekannter Mainzer Jung’ „eingesprungen“ und hält die besagte Reihe am laufen.

Anstatt erstaunt vor seiner Energie und seinem Ehrgeiz den Hut zu zücken, reagiert die sog. „Szene“ hinsichtlich der Neuauflage der Reihe allerdings ablehnend. Tenor: der Klubbetreiber hatte den Abend nie supportet (=extensiv beworben) und wird es auch in Zukunft nicht tun. Somit wird wohl nur ein „billiges“ (weil umsonst) Spare-DJ-Kollektiv gesucht, um an besagten Abenden die Besucher in den Klub zu locken, während der Veranstalter sich brav zurückhält und die Kosten somit auf das auflegende Kollektiv abwälzt. Einige der Protagonisten werfen nun dem Mainzer Jung’, welcher da brav eingesprungen ist vor, „quer geschossen“ zu haben – anstatt den Betreiber solange zu ignorieren, bis er mal selbst ein wenig aktiv wird, sei der Mainzer einfach auf den „fahrenden Zug“ aufgesprungen und halte somit für den Betreiber die Kosten niedrig.

Nachvollziehen kann man diese Argumentation nur, wenn man bedenkt, dass der bisherige Veranstalter wohl auch persönliche Schwierigkeiten mit dem Besitzer des Ladens hat. Und statt hier mal eines getrennt vom anderen zu betrachten und sich zu freuen, dass der Mittwoch Abend in diesem eigentlich ganz gemütlichen Klub weiterhin mit angenehmer Musik versehen wird, springen viele auf den fahrenden Zug auf und verfallen einer gewissen Mainz-Disserei.

Soweit, so unschön. Armes Deutschland mal wieder. Merke: Einsatz lohnt sich nicht!

Ich bin gewiss der falsche Mann, um den Abend dort materiell zu supporten, aber meine (zumindest geistige) Unterstützung habt ihr. Viel Erfolg, Jungs!
Ich schau jetz öfter mal ‘rein ;)

DnB-Flaute, mal wieder 14. Oktober 2007

Posted by boono in Musique.
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Doch jetzt wird’s ernst. Habe ich wie eigentlich alle schon häufiger über die schlechte Zeit für elektronische Tanzmusik im allgemeinen und gebrochene Beats im Besonderen gemosert, steht jetzt ein massiver Wandel an.
Gleich zwei tolle CluPpAbende in Frankfurt (resp. Offenbach), Unity in Bass und Fuel!, und auch noch der „Standard“ in Berlin, „Hard Edged“ im Watergate, schliessen demnächst ihre Pforten.
Hier eine Auswahl:

Fuelians: „03.11.2007 Fuel „The End“ @ Robert Johnson, Nordring 131, Offenbach

Start >> 23:00 Uhr

Nach nunmehr 7 Jahren geht Frankfurts dienstälteste noch aktive Drum’n'Bass Veranstaltung in den wohlverdienten Ruhestand. Anfang 2000 wurde im noch jungen Robert Johnson der Versuch gestartet diese Musik zu etablieren. Damals bestand die Crew aus Kabuki, Miguel Ayala, Chopper und den MCs Glacius und Ronin. Und in der Originalbesetzung wird auch der Abschied gefeiert. Musikalisch wird es einen Rundumschlag der besten Stücke der letzten 10 Jahre geben, mit fünf der besten Dj´s und Mc´s die das Rhein Main Gebiet in diesem Genre zu bieten hatte.
Wir freuen uns…“

DJ Kabuki: „Nach sieben Jahren FUEL fühlen wir uns wie Carlito und wollen nur noch raus aus diesem Teufelkreis um eine Autovermietung auf den Bahamas zu eröffnen.

Mit anderen Worten: das wird kein Ruhestand a la Jay-Z, sondern es ist die wirklich allerletzte Chance uns noch einmal in dieser Konstellation zu sehen – „one last time, for old time’s sake“.

K.“

Metro: „hard:edged_clubmode geht in die letzte Runde. Nach 10 Jahren Beats und Bass
auf höchstem Niveau heißt es nun bald Abschied nehmen von einer der legendärsten
Drum & Bass Partyreihen in Deutschland. Mit internationalen Gästen und einem
gesunden Residentroster in den besten Locations der Stadt haben wir die Szene
über lange Zeit entscheidend mitgeprägt und legendäre Parties geschmissen.

Ab 2008 ist damit erstmal Schluß (zumindest in seiner Regelmäßigkeit) und wir
kümmern uns ein wenig mehr um die vielen anderen schönen Dinge im Leben.

Zweimal lassen wir es noch krachen und am Wochenende ist es zum ersten Mal
soweit mit einem Lineup wie in alten Tagen. Der endgültig letzte
hard:edged_clubmode folgt dann am 28.Dezember…
gleich mal rot anstreichen das Date!

Es hat viel Spaß gemacht mit Euch. Wir sagen Danke und auf Wiedersehen!“

Und dann noch das Unity:

Franksen: „YES!

this is gonna be the FINAL CHAPTER, boys and girls!!!“

Steckt da ein System dahinter? Nö. Denn im letzten Monat gabs ja mal sowas von viele (und imho „gute“) Releases, die auch unbedingt mal laut im KluPp gehört werden müssen… ;) Wenn ich böse wäre, würde ich jetzt das kapitalistische System dafür verantwortlich machen. („Leude, ihr DnB’ler trinkt net genuch.“) Aber da weiss ich auch, dass dem nicht so ist. Und ich bin nicht böse. Also: bringt mir die Party zurück!!

A.

magazine im web 9. Oktober 2007

Posted by boono in Blogroll, Kommunikation, Musique, Nicht kategorisiert, Travel, Wichtig.
4 comments

magazine.dl.am ist tot, aber es gibt ja noch:

www.jfk-bookz.dl.am
www.westmagz.com
lesen.dl.am
lesestunde.dl.am
ebooks-lager.dl.am
epistema.ucoz.ru/forum/13
http://ebooks-lager.dl.am/

Cheers,
A.

Heute Abend NachtTanzDemo in Ffm! 5. Oktober 2007

Posted by boono in Bier, Kommunikation, Musique.
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Alle kommen. Auch wenn die Veranstalter es nicht geschafft haben, eine Afterparty zu organisieren und alles etwas kurzfristig ist (da waren sicher auch einige Ämter schuld dran): immerhin! Heute Abend, NTD!

„Wer kontrolliert Deine Stunden? Von was träumst Du? Was hält Dich davon ab?“
- CrimethInc -
Mit der NachtTanzDemo nehmen wir uns ein Stück der Stadt zurück und widersetzen uns den Mechanismen der Kontrolle! Wir tanzen dabei für ein anderes Leben. Ein Leben, das von lustvoller, kreativer Entfaltung geprägt ist – selbstbestimmt und gleichberechtigt.

So siehts aus, und welch lustige Menschen man auf Paraden wie diesen treffen kann, zeigt ja der TechnoViking.
Nb: bei dieser Veranstaltung war ich persönlich anwesend. Den Kerl habe ich aber nicht entdeckt.

Edit:

Edit: Gutta, dass ich da nicht anwesend war, wurde mir früh am morgen per SMS mitgeteilt. Warum?

„POL-F: 071006- 1162 Innenstadt: Auseinandersetzungen während Nachttanzdemo – Aggressionsentladung gegen eingesetzte Polizeibeamte – 19 Beamte verletzt

Frankfurt (ots) – Am vergangenen Freitagabend begann verspätet
gegen 23.00 Uhr die alljährlich stattfindende angemeldete
Nachttanzdemo in der Brückenstraße im Stadtteil Sachsenhausen. Nach
polizeilichen Einschätzungen hatten sich zu diesem Zeitpunkt rund 650
Teilnehmer eingefunden, darunter etwa 10 Prozent gewaltbereite
Personen aus dem Antifa-Lager. Die Veranstalterin führte die
Teilnehmer, in deren Aufzug sich zehn Fahrzeuge mit
Lautsprecherausstattungen befanden, auf der von der
Versammlungsbehörde vorgegebenen Strecke in Richtung Hauptwache, wo
die Abschlusskundgebung vorgesehen war.
Nach einer kurzen Zwischenkundgebung im Bereich der „Alte Brücke“,
mussten bereits einige vermummte Personen von der Polizei
angesprochen werden. Auf der weiteren Wegstrecke, kurz vor dem
Theatertunnel, noch auf der Berliner Straße, erfolgten aus der
zwischenzeitlich auf rund 1.400 Teilnehmer angewachsenen Menge heraus
Flaschenwürfe gegen die den Aufzug begleitenden Einsatzkräfte. Ebenso
wurden Böller und Leuchtkörper gegen die Beamten abgeschossen, ohne
dass diese ihre Ziele trafen.
Ein zur Deeskalierung eingesetzter Kontaktbeamter zur Veranstalterin
wurde in dieser Phase mit Bier übergossen.
15 offensichtlich alkoholisierte und der Punker-Szene zuzuordnende
aggressionsbereite Teilnehmer mussten daraufhin durch spezielle
Eingreifkräfte direkt begleitet werden. Nach einer um 01:20 Uhr
durchgeführten Zwischenkundgebung am „Jürgen-Ponto-Platz“, erfolgten
aus einigen Gruppen der Teilnehmer heraus erneut Flaschenwürfe gegen
die Polizeibeamtinnen und -beamte. Parallel wurde
von einem Veranstaltungsfahrzeug herunter eine Lautsprecherdurchsage
veranlasst, wonach die Polizei den Schlagstock – was nicht zutraf -
eingesetzt habe. Dadurch wurde offensichtlich das vorhandene
Aggressionspotential der Demoteilnehmer angesprochen, so dass sich
die Veranstalterin aufgrund der emotional aufgeheizten Situation, die
sie offensichtlich auch nicht mehr als Verantwortliche positiv
beeinflussen konnte, veranlasst sah, gegen 02:10 Uhr den
Demonstrationsaufzug am Opernplatz, also einige hundert Meter vor
Erreichen der Örtlichkeit für die Abschlusskundgebung, offiziell für
beendet zu erklären. Dies wurde den Teilnehmern über Lautsprecher
mitgeteilt.
Daraufhin erfolgten Stein- und Flaschenwürfe gegen die Einsatzkräfte
sowie direkte körperliche Angriffe. Ein Beamter wurde sogar zu Boden
gebracht. Dort liegend erhielt er Tritte gegen den behelmten Kopf
sowie gegen seine Körperpartien. Nur durch die getragene
Schutzausrüstung wurde Schlimmeres verhindert. Allerdings erlitt der
Beamte einen Knochenriss im Bereich eines Ellenbogens.
In dieser Situation mussten die Einsatzkräfte Schlagstöcke und
Pefferspray gegen die 100 bis 150 gewaltbereiten
Demonstrationsteilnehmer einsetzen.
Insgesamt wurden neun Personen, acht Männer (16 bis 31 Jahre) und
eine 17-jährige Jugendliche vorläufig zur Personalienfeststellung
festgenommen. Gegen sie wurden Ermittlungsverfahren wegen
Landfriedensbruch, schweren Landfriedensbruch, Körperverletzung,
Beleidigung, Widerstand gegen Vollsteckungsbeamte und Verstößen gegen
das Versammlungsgesetz eingeleitet.
Gegen 03:00 Uhr hatte sich die Mehrzahl der Teilnehmer entfernt,
dabei richteten einige Demonstrationsteilnehmer beim Abwandern ihre
Aggressionen gegen Blumenkübel, Verkehrszeichen und Mülltonnen.

Die vorläufige Bilanz der Polizei:
Insgesamt 19, überwiegend durch Prellungen leicht verletzte
Einsatzkräfte und zwei beschädigte Fahrzeuge.

Der Frankfurter Polizeipräsident Dr. Achim Thiel verurteilte
ausdrücklich den Gewaltausbruch von etwa 150 meist alkoholisierten
Demonstrationsteilnehmern gegen die Einsatzkräfte. „Dies sei umso
bedauerlicher, da die Nachttanzdemos vergangener Jahre ohne besondere
Vorkommnisse zu Ende gegangen seien. Das Vorgehen der gewaltbereiten
Demonstranten schade daher im Besonderen dem Anliegen der Mehrzahl
der besonnenen Teilnehmer“, erklärte Dr. Thiel.“

Und eine Frechheit ist, was ich da bei der Indymedia lese. Unter Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen gibt es einen Kommentar eines POLIZISTEN zu dieser Veranstaltung. KEINE inhaltliche ERGÄNZUNG!? Sicher, die Version der Antifa wird stimmen. Alle demonstrieren friedlich, und wie so oft in Deutschland „sucht die Polizei die Eskalation“ und knüppelt erstmal wahllos Demo-Teilnehmer nieder. Klar, kennt man ja, machen die ja ständig. Leute, wo lebt ihr denn? Ihr nichtsnutzigen Linken Vollidioten, was denkt ihr euch eigentlich dabei, auf vollkommen unpolitischen Partys aufzukreuzen und diese als Showbühne für euren Krawall zu missbrauchen? Zuletzt habt ihr erfolgreich die Studentendemos gegen Studiengebühren unterwandert. Resultat: unser aller Misskredit in der (uninformierten) Öffentlichkeit und 500 Euro, welche ich vor zwei Wochen an meine Uni überweisen musste. Gebühren halt. Hattet ihr bei mir bislang noch einen winzigen Kredit, habt ihr den nun endgültig verspielt. Euch braucht hier niemand. Die nächste NTD, wenn es denn noch eine geben wird, findet dann hoffentlich ausdrücklich ohne euch „linkes“ Antifa-Pack statt! ;-)

A.

Paraade? Wat? 26. August 2007

Posted by boono in Musique.
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Loveparade, dieses Jahr im Pott. Aha. Gibt’s die also noch, habe ich mich gestern gefragt. Dann wurde mir unwohl: habe ICH da etwa etwas verpasst, oder ist diese Parade mittlerweile so bedeutungslos, dass sie nicht mal mehr in relevanten Magazinen angekündigt wird? Anscheinend letzteres. Der eine oder andere fassungslose Blick aufs TV-Gerät offenbart: diese Parade ist zurecht bedeutungslos. Was da RTL II mal wieder abgezogen hat, war eine Unverschämtheit für jeden Mensch mit Fähigkeit zum Denken. Zitat: „da hab ich neulich meinen Freunden erklärt, die Loveparade findet jetzt im Ruhrpott statt. Da haben die mich gefragt: was ist denn so ein Ruhrpott?“ – und für alle die, dies auch nicht wissen, gabs dann schöne Werbetrailer. Noch nie wurde der Ort des Geschehens so penetrant „beworben“. Danke. Jetzt weiss ich auch, wie hässlich dieser „Pott“ so ist und möchte, auch wenn ich noch nie drin war, im Pott, auch nicht hin.
Und die Parade „an sich“? Tja, innovativ war einmal (ok, das war alles vor meiner Zeit). Um wieder zum Anfang zurückzukehren: die Parade wurde von den relevanten Medien ignoriert, und das ZU RECHT!

Edit 1: ich habe natrülich vollsten Respekt vor dem, was die Macher da auf die Beine gestellt haben. Sie hätten ihre Energie nur für etwas anderes verwenden sollen.

Edit 2: typisch auch der Umgang der anderen Massenmedien mit der Parade, wie eben in Spiegel TV gesehen. Gezeigt werden natürlich Ordnungsamt, Alkis, Hartz-4-Empfänger, Junkies, Verletzte, Besoffene und so weiter, aber selten schimmert das Ereignis an sich durch. War also wie immer eine sich selbst erfüllende mediale proletenhafte Prophezeihung ;)

Sounds that made me move: Mai, Juni, Juli 25. Juli 2007

Posted by boono in Musique.
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Schon wieder sind über zwei Monate vergangen,ohne dass ich hier mal für mich selber die Sounds, welche mich in Bewegung bringen, aufzulisten. Es gibt sie aber.

Da ist zuerst mal Icicle- momentan glänzen alle seiner Produktionen mit sauberen Schnitten wie damals bei Photek, und gleichzeitig dreckischem rumgerotze wie einst bei Johnny L. Genial! D&B lebt ;-)

Auf Icicle gestoßen bin ich ja, muss ich zugeben, erst vor ein paar Monaten dank Herrn Kuttin’ E. Danke dafür, und seine Mixe – 10 years of Krunchtime on Radio X! – laufen bei mir die letzten Wochen ständig.

Noch mehr aus der lebenden D&B-Ecke: Digital + Spirit – Phantom Force im Codeine rmx. Geil, ich warte aufs Album! Concord Dawn b2b Chris Su – Scream To The Stars – fast schon klassisch. Et oder EL KLUTUS ist auch schon da! Zusammen mit Dom gibt es anscheinend Maximus schon länger. Und ich hab mich und ihn (war ja neulich im Robert) schon gefragt, ob er den Bass vom Dom geKLAUT hat. Hat er nich. Ging an mir vorbei und kickt jetzt aber böhs! HIgh Contrast spielt auch noch: „If We Ever“ und „Pink Flamingos“ bieten aber nix neues, sind aber dennoch nett. Und dann ist auch noch das neue Phace- Album raus. Sperrisch.

John B lebt – und das momentan in 80ies- und Elektrowelten. Neulich war er in Praha. Und da ist ein Mitschnitt im ROXY entstanden. Und der ist super. Konnte mich noch nie so sehr für Elrktro begeistern wie nach diesem Set. Ahoj Bro.

Mein UNKLE ist auch wieder da! Und er hat ein neues Album mitgebracht. Geil.

So far…

A.